Die AEK BANK 1826 kann trotz schwierigem Umfeld und weiterhin hart umkämpftem Marktgebiet ein gutes Geschäftsjahr 2020 präsentieren. Wir konnten ein überdurchschnittliches Wachstum generieren und die Bilanzsumme ist knapp unter der 5 Milliarden-Grenze zu stehen gekommen. Der Jahreserfolg ist erstmals in der Geschichte der AEK Bank über 10 Millionen angewachsen. In diesem Zusammenhangdanken wir der Kundschaft für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Dank dem erfreulichen Zuwachs bei den Kundengeldern von CHF 301.0 Millionen (+8.5 %) auf CHF 3.854 Milliarden konnten die nötigen Mittel für das Ausleihungsgeschäft ohne Fremdfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. Der Ausleihungsbestand ist um CHF 222.8 Millionen (+5.7 %) auf CHF 4.105 Milliarden angestiegen. Der Kundenausleihungsdeckungsgrad konnte weiter erhöht werden und beträgt sehr gute 93.9 %. Als Folge dieser Entwicklung in den Hauptgeschäftssparten ist die Bilanzsumme weiter angestiegen. Per Jahresende beläuft sich diese mit einem Zuwachs von CHF 431.3 Millionen (+9.5 %) auf CHF 4.994 Milliarden und verpasst die 5 Milliarden-Grenze nur knapp. Die Liquiditätszuflüsse von fällig gewordenen Obligationen in den Finanzanlagen von netto CHF 10.2 Millionen wurden für das Ausleihungsgeschäft für unsere Kunden verwendet. Der Liquidität ist auch im aktuellen Berichtsjahr eine hohe Bedeutung beigemessen worden, damit unsere LCR-Quote weiter erhöht werden kann. Diese beträgt am Jahresende 149.7 % und konnte um 15.8 Prozentpunkte gesteigert werden. Mit dieser Quote erfüllen wir die gesetzliche Anforderung von 100 % wie auch die Minimalquote für das Kleinbankenregime von 110 % deutlich. Da wir während des ganzen Jahres unter der Negativzins-Freigrenze gegenüber der Schweizerischen Nationalbank waren, konnten wir weitere Gelder von Fremdbanken zu Negativzinsen entgegennehmen. Weiter wurden die fälligen Pfandbriefdarlehen durch neue Pfandbriefdarlehen ersetzt und so die Liquidität gestärkt. Auch im letzten Jahr wurden wiederum stattliche Investitionen in Liegenschaften in der Höhe von CHF 13.4 Millionen getätigt und wir konnten gute Aufträge an unsere Kunden vergeben.

Die Zinsmarge ist weiter unter Druck. Der Erfolg aus dem operativen Zinsengeschäft konnte jedoch wie im Vorjahr um 0.6 % auf CHF 48.7 Millionen erhöht werden. Die Erhöhung ist auf das grosse Wachstum zurück zu führen. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr nicht ganz mithalten, jedoch verbesserte sich das Ergebnis beim Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Der Liegenschaftserfolg im übrigen ordentlichen Erfolg konnte weiter zulegen. Der Geschäftsaufwand ist mit CHF 24.7 Millionen infolge des höheren Personalaufwandes knapp über dem Vorjahr ausgefallen. Durch die hohen Abschreibungen im Berichtsjahr kommt der Geschäftserfolg mit 1.9 % unter dem Jahr 2019 zu stehen. Nach einer Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken über CHF 4 Millionen sowie unter Berücksichtigung von tieferen Steueraufwendungen können wir mit CHF 10.0 Millionen einen leicht höheren Jahresgewinn als im Vorjahr ausweisen (+1 %).