Liquiditätslage und Deckungserfordernisse
Die von verschiedenen regulatorischen Vorschriften geforderten Liquiditäts- und Deckungsminima wurden während des ganzen Berichtsjahres mehr als erfüllt. Die Liquiditätssicherheit ist mit dem Bestand an Flüssigen Mitteln, Bankenguthaben sowie Wertpapieren jederzeit gewährleistet und beträgt CHF 685.2 Millionen.

Kreditgeschäft
Zur Deckung des regionalen Kreditbedarfes konnten die Hypothekarforderungen im vergangenen Jahr um CHF 264.4 Millionen (+5.5 %) gesteigert werden (Vorjahr: CHF 340.7 Millionen). Im Berichtsjahr wurden weitere COVID-19-Kredite von CHF 3.8 Millionen zurückbezahlt. Am Jahresende waren noch CHF 5.0 Millionen COVID-19-Kredite in den Büchern. Neben dieser Rückzahlung wurden abgeschlossene Baukredite in Hypotheken umgewandelt. Deshalb haben sich die Forderungen gegenüber Kunden auf CHF 213.2 Millionen reduziert. Die Festhypotheken konnten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von CHF 348.7 Millionen verzeichnen. Die variablen Hypotheken machen etwa knapp 2 % und die Geldmarkthypotheken rund 8 % des gesamten Hypothekarbestandes aus. Die laufende Beurteilung und Massnahmeneinleitung im Kredit-Portefeuille führte dazu, dass sich der Wertberichtigungsbedarf für Ausfallrisiken wiederum reduziert hat. Mit einem Anteil von 1.4 % am Gesamtausleihungsbestand ist weiterhin eine gut dotierte Rückstellung für nicht erkennbare Risiken existent.

Handelstätigkeit / Finanzanlagen
Im Handelsbestand werden in den Niederlassungen derzeit nur geringfügige Edelmetall-Bestände zur Bedienung der Kundschaft gehalten. In den Finanzanlagen sind aus Renditeüberlegungen im Umfang von 78.7 % oder CHF 59.5 Millionen festverzinsliche Wertschriften und ein AEK-Vermögensverwaltungsmandat von CHF 12.0 Millionen verbucht. Die in den Finanzanlagen zur Wiederveräusserung bestimmten Liegenschaften dürfen mit einem Anteil von CHF 4.1 Millionen als unbedeutend bezeichnet werden.

Beteiligungen
Im Berichtsjahr wurden keine Investitionen in neue Beteiligungen getätigt. Mit Abschreibungen auf den infrastrukturell gehaltenen Bankentiteln und den eige-nen Tochtergesellschaften resultiert ein Bilanzbestand per Jahresende von CHF 9.7 Millionen.

Sachanlagen
Die Zunahme der Sachanlagen von CHF 5.7 Millionen kam infolge von neu dazu gekauften Liegenschaften und für aktuelle Bauprojekte zustande. Im Berichtsjahr wurden Investitionen für unsere beiden neuen Mehrfamilienhäuser in Uetendorf (Projekt «Im Herzen») und für den Kauf der Liegenschaft an der Hofstettenstrasse 4 in Thun getätigt. Weiter haben wir aus einer Verwertung zwei Liegenschaften an der Niederhornstrasse 20 - 20b und eine Liegenschaft an der Feldstrasse 9 - 9b übernommen. Per Mitte Jahr 2025 wurden die beiden Mehrfamilienhäuser an der Bodenmattestrasse 7 und 9 in Wimmis verkauft. Weiter haben wir Investitionen in die Erneuerung in unsere Software vorgenommen, welche im selben Jahr vollumfänglich abgeschrieben wurde. Neben den Bankgebäuden und anderen Liegenschaften bestehen keine weiteren Aktivierungen von Sachanlagen.

Passiven
Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen führten zu einem hohen erfreulichen Zuwachs von CHF 248.0 Millionen (+5.8 %) auf CHF 4.537 Milliarden. Die Kas-senobligationen haben gegenüber dem Vorjahr um CHF 32.2 Millionen abgenommen und kommen auf einen Bestand von CHF 73.9 Millionen. Im Berichtsjahr wurden fällige Pfandbriefdarlehen von CHF 35.6 Millionen durch neue Pfandbriefdarlehen in der Höhe von CHF 94.0 Millionen ersetzt. Zusätzlich haben wir zwei Anleihen mittels Privatplatzierung in der Höhe von CHF 35.1 Millionen abgeschlossen. Somit hat sich die Bilanzposition «Anleihen und Pfandbriefdarlehen» auf CHF 779.9 Millionen erhöht.

Eigene Mittel
Die bilanzierten als Eigenmittel anrechenbaren Reserven wurden mit CHF 27.6 Millionen dotiert, womit eine weitere Stärkung der inneren Reserven zur Erfül-lung der Eigenmittelvorschriften erreicht wird. Zudem führt die Verstärkung der Reserven für allgemeine Bankrisiken und die Dotierung der gesetzlichen Ge-winnreserven inklusive der vorgeschlagenen Gewinnverteilung zu anrechenbaren Eigenmitteln im Ausmass von CHF 621.9 Millionen. Diese entsprechen somit 10.2 % der gesamten Passiven und stellen das Potenzial für die Finanzierung weiteren Wachstums dar. Der hohe Eigenmittelbestand sowie die vorhandenen Wertberichtigungen und Rückstellungen gewährleisten unverändert die Sicherheit der uns anvertrauten Gelder.

Ausserbilanzgeschäfte
Die Eventualverpflichtungen in Form von Erfüllungs- und Gewährleistungsgarantien haben um CHF 0.1 Millionen abgenommen. Die unwiderruflichen Zusagen im Rahmen der gewährten, aber noch nicht ausbezahlten Hypotheken und Darlehen führten zu einer Zunahme um CHF 1.7 Millionen. Bei der Einzahlungsverpflichtung über CHF 7.6 Millionen handelt es sich um das jederzeitig abrufbare Restkapital seitens der Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute AG aus den nicht voll liberierten Namenaktien. Im Verlaufe des Jahres 2025 sind keine Treuhandgeschäfte getätigt worden.

Anhang Geschäftsbericht 2025

Bilanzsumme

in CHF 1'000

in CHF 1'000

Kundengelder und Kundenausleihungen

in CHF 1'000

in CHF 1'000