Punkto Innovation zählen die Jahre 2005 und 2006 zu den Rekordjahren der AEK Bank. Der Namenswechsel von der «Amtsersparniskasse Thun» zur «AEK BANK 1826», das neue Logo samt modernisiertem Markenauftritt, der umfassende Umbau am Hauptsitz Thun Lauitor, die erfolgreiche Migration auf die Bankensoftware «Finnova» sowie die Einführung einer E-Banking-Lösung markieren allesamt zentrale Meilensteine des Aufbruchs nach der Jahrtausendwende. 

«Die beiden Jahre 2005 und 2006 waren für alle unsere Mitarbeitenden und Führungskräfte Rekordjahre. Rekordjahre im Sinne von Gestaltungsanstrengungen, des emotionalen Engagements und des Mittragens von Verantwortung. Die Art, wie diese beiden Jahre abgelaufen sind, erfüllt mich mit Freude», schrieb der damalige Direktor Remo Häcki im Vorwort des Geschäftsberichts 2006: «Das Team ‹Kommunikation und Media› begleitete die Einführung der neuen Corporate Identity der AEK BANK 1826, des Logos und des angepassten Firmen-Erscheinungsbildes auf allen Kommunikationsebenen. Der Marktauftritt wurde gestärkt und in allen Promotionskanälen vereinheitlicht. Dabei galt es, alle internen und externen Drucksachen, Aussenauftritte, Gebäudebeschriftungen, Werbematerialien sowie den Internetauftritt neu zu gestalten.»

Grosser Umbau am Hauptsitz Lauitor
Der Umbau des Hauptsitzes Thun Lauitor im Jahr 2006 dauerte neun Monate und veränderte insbesondere den Empfangsbereich des 1951 errichteten Gebäudes grundlegend. Entstanden ist ein freundlicher, offener Eingang, der die Willkommenskultur der AEK Bank betonte. Während der Umbauphase wurde die Kundschaft in gemieteten Räumen über dem Kino Lauitor sowie in der Niederlassung Thun Bälliz bedient.

Fotodokumentation des grossen Umbaus am Hauptsitz Thun Lauitor aus dem Geschäftsbericht 2006.

Entwicklung E-Banking in 25 Jahren
Bereits in den frühen 2000er-Jahren wurde NetBan-king Plus als erste E-Banking-Lösung bei der AEK Bank eingeführt. 2005 wurde NetBanking abgelöst durch das modernisierte AEK NET. 2013 wurde die erste Mobile-Banking-App mit einer Airlock-2FA-App lanciert, im Sommer 2022 folgte die Einführung der AEK TWINT App mit direkter Kontoanbindung. Im Herbst 2025 fand die Umstellung auf eine weiterentwickelte, modernere E-Banking-Plattform statt, umgesetzt mit einer neuen Partnerin.

Kunst am Bau: ein Geld-Parkplatz vor dem Hauptsitz
2006 wurde im Geschäftsbericht auch über «Kunst am Bau» und damit über den heute beinahe schon berühmten «Geld-Parkplatz» bei der AEK Bank berichtet. Der Thuner Künstler Reto Leibundgut integrierte als Gewinner des Wettbewerbs für Kunst am Bau Münzen im Wert von insgesamt CHF 1‘826.00 direkt in eine Parkfläche – als Kunstwerk mit dem Titel «Festgeldanlage». Die Kulturabteilung der Stadt Thun führte 2006 im Auftrag der AEK Bank einen Wettbewerb für Kunst am Bau durch.

Das originelle Werk zieht bis heute Aufmerksamkeit auf sich: Stadtführungen in Thun machen regelmässig Halt am Parkplatz und auch in den sozialen Medien sorgt die ungewöhnliche Installation immer wieder für Gesprächsstoff.

Im «Thuner Tagblatt» vom 21.04.2007 war der Artikel «Münzdiebe schlugen zu» zu lesen: «So geschehen beim Hauptsitz der AEK Bank beim Lauitor in Thun. Dort lag (Münz-)Geld im wahrsten Sinne auf der Strasse – 1’826 Franken waren einst beim Bau vom Künstler Reto Leibundgut einbetoniert worden. Nun machten sich Diebe ans Werk – und übersahen ein wichtiges Detail, nämlich die Videokamera. Die sieben Täter konnten rasch ermittelt werden.»

Sein Kunstprojekt «Festgeldintarsie» beschreibt der Thuner Künstler Reto Leibundgut mit den Worten: «Auf einem funkelnden Sternenteppich wird der Kunde der AEK BANK 1826 empfangen. Ein unscheinbarer Parkplatz vor dem Haupteingang wird durch eine verspielte Bodenintarsie humorvoll veredelt. Durch das Einlassen von Münzen im Wert von insgesamt CHF 1‘826.00 erfährt dieser Ort eine inhaltliche und ästhetische Aufladung. Diesen Glanz und Reichtum zu überschreiten, kommt einem Glücksritual gleich.»

2007: AEK Café, 2021: vera calma - Café & Bar
2007 eröffnete die AEK Bank am Hauptsitz ihr «AEK Café». Weil das beliebte und gemütliche Café direkt am Thuner Aarequai jedoch jahrelang in hohem Mass von der Bank subventioniert werden musste, sah sich die AEK Bank respektive deren Tochtergesellschaft AEK Gastro AG gezwungen, den Betrieb ab 2021 nicht mehr unter eigener Regie zu führen und zu verpachten. Silvan Bolli pachtete die Lokalität am Hauptsitz Thun Lauitor und lancierte das Café mit neuen Akzenten, nicht zuletzt mit dem Namenswechsel zu «vera calma - Café & Bar». Die «vera calma-Spezialitäten» sind hausgemachte Empanadas – südamerikanische Teigtaschen, die den Gaumen auf Reisen schicken.

Direkt am Thuner Aarequai: die gemütliche Sonnenterrasse von vera calma - Café & Bar.

Das «Vorsichtsprinzip» als Erfolgsrezept
Das Vorsichtsprinzip, das bei der AEK Bank seit ihrer Gründung als Erfolgsrezept gedient hat, wurde im Geschäftsbericht 2008 genau erklärt: «Eine Grundregel der AEK Bank ist das Vorsichtsprinzip. Ein Prinzip, das versucht, Werte zu bewahren. (…) Es ist Teil der Unternehmensphilosophie und zeigt sich im Bankgeschäft zum Beispiel in einer zukunftsorientierten Beurteilung und Bewertung der ungünstigen Risiken, die jährlich zu zusätzlichen Rückstellungen und Wertberichtigungen führen. Diese ausreichend zu bilden, ist eine Frage der Verantwortlichkeit.»

Neue Führungsstruktur seit 2016
Mit der Einführung einer Geschäftsleitung im Jahr 2015 leitete die AEK Bank einen Wandel in ihrer Führungsorganisation ein. Der Präsident des Verwaltungsrates, Cajetan Maeder, betonte im Geschäftsbericht 2016 die wichtigsten Veränderungen: «Stabswechsel im Präsidium, Neuwahlen im Verwaltungsrat, angepasste Statuten und die Etablierung einer Geschäfts-leitung». Markus Gosteli, der erste Vorsitzende dieser Geschäftsleitung, erklärte: «Nach 190 Jahren klassischer Führung haben wir eine moderne Struktur mit zwei statt drei Ebenen eingeführt. Das bringt Zeitgewinn, klare Kommunikation und mehr Transparenz.» Die damaligen Mitglieder der Geschäftsleitung – Adrian Boss, Tom Heiniger, Raymond Lergier, Alex Marja-novic und Patric Vaudan – wurden für ihr Engagement und für ihre fachliche Kompetenz gewürdigt.

Verband der freien Sparkassen
Als freies Mitglied des «Verbandes der freien Sparkassen» durfte die AEK Bank im Jahr 2018 die Mitgliederversammlung in Thun durchführen. «Das facettenreiche Programm bescherte uns zahlreiche positive Rückmeldungen», freute sich Markus Gosteli im Geschäftsbericht 2018: «Unsere Gäste haben die malerische Stadt Thun sowie deren Sehenswürdigkeiten der Umgebung kennengelernt. Ob auf dem Schiff, in den Bergen, im Schloss oder in der Schweizer Hauptstadt: Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die rund 120 Gäste aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Malta und Schweden hier bei uns in Thun empfangen durften.»

Umgang mit der Covid-Pandemie
Seit Beginn des Ausbruchs der Corona-Pandemie im Februar 2020 reagierte der Krisenstab der AEK Bank stets vorausschauend. Noch bevor behördliche Anweisungen eintrafen, wurden jeweils intern Massnahmen geprüft und umgesetzt. Dabei standen Selbstverantwortung, das Wohl der Allgemeinheit, effiziente Betriebsabläufe und eine verbindliche Kommunikation im Zentrum. Im Geschäftsbericht 2021 lobte Markus Gosteli die grosse Flexibilität der Mitarbeitenden: «Der Spagat zwischen Homeoffice und Präsenzarbeit gelang dank viel Eigenverantwortung. Die AEK Bank blieb leistungsfähig, passte sich den Vorschriften an und handelte entsprechend.» Die Generalversammlungen der Jahre 2020, 2021 und 2022 mussten pandemiebedingt im schriftlichen Rahmen durchgeführt werden.

Bancomatensprengungen
Im Jahr 2024 wurden gemäss Fedpol schweizweit insgesamt 28 Bancomaten mit Sprengstoff gesprengt. «Leider war die AEK Bank in ihrem 198. Geschäftsjahr erstmals auch von solchen Angriffen betroffen», schrieb Markus Gosteli im Geschäftsbericht 2024 und führte aus: «Am 16. September 2024 in Oey und am 9. Dezember 2024 in Hünibach wurde je ein Bancomat der AEK Bank Ziel von Sprengungen. Die rücksichtslose Vorgehensweise der Täterschaft verursachte erhebliche Schäden an den betroffenen Gebäuden und führte zu Verunsicherung bei den Bewohner:innen der betroffenen Liegenschaften. Die AEK Bank plant nun weitere Schritte zur zusätzlichen Erhöhung der Sicherheitsstandards der Bancomaten und setzt diese laufend um.»

Die AEK Bank wächst weiter
Im Jahr 2012 expandierte die AEK Bank nach Bern und eröffnete eine Niederlassung direkt am Kornhausplatz. 2021 ist die Berner Niederlassung namens «Bern Zytglogge» umgezogen und befindet sich seither am Theaterplatz 2, auch hier an bester Lage.

Entgegen dem damaligen Trend in der Bankbranche, Filialen zu schliessen, hat die AEK Bank im Jahr 2017 fünf ihrer Niederlassungen modernisiert. Am neuen Standort der Niederlassung Hünibach steht für Kunden der AEK Bank seit Februar 2017 eine 24-Stundenzone, die ein Bargeldhandling auch ausserhalb der Schalteröffnungszeiten ermöglicht. Mit den hellen Räumen des Provisoriums im Bälliz bot die AEK Bank in der Thuner Innenstadt bereits 2017 die gleichen Annehmlichkeiten, welche der Kundschaft nach dem Umbau des Gebäudes «Falken» zur Verfügung standen. Am Hauptsitz Thun Lauitor wurde im zweiten Halbjahr 2017 eine Neugestaltung des Eingangsbereichs vorgenommen, eine 24-Stundenzone eingebaut und eine automatisierte 24-Stunden-Tresorfachanlage in Betrieb genommen. Die neue Niederlassung Wimmis wurde im November 2017 mit einem Tag der offenen Tür eröffnet und der Schalterbereich der Niederlassung Uetendorf wurde mit einer 24-Stundenzone ergänzt. Im Frühling 2018 wurde das Niederlassungs- und Bancomatennetz der AEK Bank zudem mit zwei mobilen Bancomaten für Geldbezüge an regionalen Anlässen ergänzt. Diese umfangreiche Infrastruktur bietet den AEK Kundinnen und Kunden seither die Möglichkeit, sämtliche Bargeldtransaktionen auch ausserhalb der Öffnungszeiten abzuwickeln.

Im Jahr 2021 überschritt die Bilanzsumme der AEK Bank erstmals die 5-Milliarden-Grenze. Vier Jahre später, Ende 2025, knackte die Bilanzsumme der AEK Bank die 6-Milliarden-Grenze. Die grossen Bauprojekte «Falken Thun», «Landhaus Steffisburg» und «Seehof Hilterfingen» haben die AEK Bank ab dem Jahr 2018 intensiv beschäftigt. Nach herausfordernden Sanierungsarbeiten konnte die geschichtsträchtige Liegenschaft «Falken» und damit auch die Niederlassung Thun Bälliz im Geschäftsjahr 2020 wiedereröffnet werden. Dank dem einladenden Gastronomieteil mit Aussenfläche zur Aare hin blieb der «Falken» weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich. Dieser Aspekt war für die AEK Bank stets von zentraler Bedeutung. Neben der Niederlassung der AEK Bank sind im «Falken» der Gastronomiebetrieb FALKEN Café & Lounge, Büro- und Gewerberäume sowie 13 Stadtwohnungen entstanden.

v.l.: Das Nebengebäude, der Hauptsitz und das 2024 neu erworbende Haus in Gelb  alle drei Gebäude am Thuner Aarequai sind im Besitz der AEK Bank. 

Ende 2024 kaufte die AEK Bank als ihre dritte Liegenschaft am Thuner Aarequai das gelbe Haus. Für bankeigene Zwecke genutzt werden soll es ab 2027.